Landschaftsmalerei

Die Landschaftsmalerei stellt natürliche Landschaften auf konkrete oder idealisierte Weise dar, z.B. Felder und Wiesen, Gärten und Parks, Hügelland oder Gebirge, Seen, Flüsse und Meer. Zur Landschaftsmalerei gehören aber auch Darstellungen von Dörfern, Städten oder Stadtmotiven bis hin zu Fabrik- und Industrielandschaften. Die Landschaftsmalerei hatte Blütezeiten schon in der Antike in Griechenland und im Römischen Reich, im Mittelalter in der Freskenmalerei, in der niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts, in der englischen Landschaftsmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts. Insbesondere in der Romantik des beginnenden 19. Jahrhunderts und der Zeit der Aufklärung suchten Maler (z.B. Caspar David Friedrich) in der Natur und Landschaft den transzendentalen Bezug. Im 19. und 20. Jahrhundert ist die Landschaftsmalerei vom Realismus geprägt. Die großen Namen sind John Constable, Adolph Menzel, und Charles Leickert. Der folgende Impressionismus stellte die Landschaften leicht und im Spiel des Lichts dar. Die Maler verließen die Ateliers und malten an der freien Luft – plenair.   Die Landschaftsmalerei des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt sich in unerwarteter, stilistischer Vielfalt. Zu ihr gehören spätimpressionistische Arbeiten von Liebermann und Slevogt, expressionistische Arbeiten von Nolde und Kirchner, fotorealistische Landschaften Gerhard Richters bis zu verpackten Landschaften des Central Parks und des Berliner Reichtstags von Christo und Jeanne-Claude. Felder, Wiesen und das Meer werden in traditioneller, meist figurativer Malweise dargestellt. Aber oft verwischen sich die Konturen, das Gegenständliche wechselt in die Abstraktion. Die Künstler beginnen, nicht nur mit Farben und Formen, sondern auch mit Materialien zu experimentieren. Sie formen die Landschaft selbst und schaffen mit natürlichen Materialien neue Strukturen. Die moderne Kunst gestaltet die Landschaft neu.